Glossar

Landingpage

Kurz erklärt

Eine Landingpage ist eine Zielseite, auf die Besucher nach dem Klick auf eine Anzeige, einen Link oder eine E-Mail gelangen. Sie verfolgt ein einziges Ziel, im Lead-Geschäft meist das Absenden einer Anfrage über ein Formular.

Landingpage und Website: der Unterschied

Eine Website bietet viele Wege: Leistungen, Team, Referenzen, Blog. Eine Landingpage reduziert diese Wege auf eine Handlung. Sie greift das Versprechen der Anzeige oder des Links auf, beantwortet die naheliegenden Fragen und führt zum Formular. Die Schreibweisen „Landingpage“ und „Landing Page“ bezeichnen dasselbe.

Für Lead-Kampagnen hat die Landingpage einen praktischen Vorteil: Weil sie nur einem Zweck dient, lässt sich ihr Erfolg eindeutig messen und mit anderen Varianten vergleichen.

Für Immobilienprofis lohnt sich eine eigene Landingpage je Zielgruppe und Anliegen: eine für Verkaufswillige, eine für Kaufinteressenten eines Projekts, eine für Finanzierungsanfragen. Jede Seite spricht die Sprache ihres Publikums und stellt nur die Fragen, die für den nächsten Schritt nötig sind.

Bausteine einer Landingpage für Immobilienanfragen

Bewährte Elemente orientieren sich an den Fragen, die ein Eigentümer oder Käufer vor dem Absenden hat:

  • Überschrift, die exakt zum Anzeigentext passt, zum Beispiel „Was ist Ihre Wohnung in Leipzig-Gohlis wert?“
  • Kurze Erklärung, was nach dem Absenden passiert und wer sich meldet.
  • Formular mit so wenigen Feldern wie nötig; mehrstufige Formulare fragen zuerst Objektart und Region ab.
  • Vertrauenselemente: echtes Impressum, Datenschutzhinweise, nachprüfbare Referenzen statt Siegel ohne Quelle.
  • Eine eindeutige Handlungsaufforderung (Call to Action) und eine schnelle mobile Darstellung.

Praxisbeispiel: Landingpage als Quelle für Eigentümer-Leads

Ein Makler schaltet eine Suchanzeige auf „Haus verkaufen Gohlis“. Der Klick führt nicht auf seine Startseite, sondern auf eine Landingpage mit Bewertungsformular für genau diesen Stadtteil. Die Seite nennt den Ablauf: Angaben zum Objekt, kurze Rückmeldung, Besichtigungstermin auf Wunsch.

Bauträger nutzen dasselbe Prinzip für Neubauprojekte: Eine Projekt-Landingpage zeigt Grundrisse und Lage und bietet das Exposé gegen Kontaktdaten an. Jede Anfrage ist damit einem Projekt und einer Kampagne zugeordnet.

Kennzahlen: Wann eine Landingpage funktioniert

Die zentrale Kennzahl ist die Conversion Rate: Anfragen geteilt durch Besucher. Daraus und aus den Klickkosten ergeben sich die Kosten pro Lead.

Beispiel: 1.200 Besucher erzeugen 36 Anfragen, die Conversion Rate liegt bei 3 Prozent. Kosten die Klicks insgesamt 1.800 Euro, betragen die Kosten pro Lead 50 Euro. Die Werte sind ein Rechenbeispiel, keine Marktwerte. Entscheidend ist, wie viele dieser Anfragen später zu Terminen und Aufträgen werden; das lässt sich im Lead-Kosten-Rechner mit eigenen Zahlen prüfen.

Vergleichen Sie Varianten mit A/B-Tests: Zwei Versionen der Seite mit unterschiedlicher Überschrift oder Formularlänge erhalten jeweils die Hälfte der Besucher. Bewerten Sie das Ergebnis erst, wenn genug Anfragen vorliegen, und schauen Sie neben der Zahl der Anfragen auch auf deren Qualität. Eine kürzere Seite mit mehr, aber schlechter erreichbaren Kontakten ist nicht automatisch besser. Halten Sie im CRM fest, über welche Landingpage-Variante jeder Lead kam.

Datenschutz auf der Landingpage

Ein Formular verarbeitet personenbezogene Daten. Die Seite braucht deshalb Datenschutzhinweise, die zu den tatsächlich eingesetzten Funktionen passen. Wird eine Einwilligung in Werbung abgefragt, muss sie von anderen Erklärungen klar unterscheidbar sein (Art. 7 Abs. 2 DSGVO). Tracking- und Anzeigen-Tools benötigen je nach Ausgestaltung eine eigene Einwilligung der Besucher.

Hinweis: Dieser Abschnitt ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung; maßgeblich sind der Einzelfall und der aktuelle Gesetzestext.

Lead-Kosten-RechnerKosten pro Termin, Kosten pro Abschluss und ROI mit Ihren eigenen Zahlen berechnen.

Fragen zu „Landingpage“

Was ist der Unterschied zwischen einer Landingpage und einer Website?

Eine Website bietet viele Inhalte und Navigationswege. Eine Landingpage ist eine einzelne Zielseite mit genau einem Ziel, etwa dem Absenden einer Anfrage. Sie wird gezielt aus Anzeigen, E-Mails oder Links angesteuert.

Schreibt man Landingpage oder Landing Page?

Beide Schreibweisen sind verbreitet und meinen dasselbe. Im Deutschen ist die Zusammenschreibung „Landingpage“ üblich, im Englischen „landing page“.

Was gehört auf eine gute Landingpage für Immobilien-Leads?

Eine Überschrift passend zur Anzeige, eine kurze Erklärung des weiteren Ablaufs, ein schlankes Formular, echte Vertrauenselemente wie Impressum und Datenschutzhinweise sowie eine eindeutige Handlungsaufforderung.

Wie misst man den Erfolg einer Landingpage?

Über die Conversion Rate (Anfragen geteilt durch Besucher) und die Kosten pro Lead. Aussagekräftiger ist der spätere Verlauf: wie viele Anfragen zu Terminen und Aufträgen werden.